Ankündigung zu Sonntagsgottesdiensten

Liebe Gemeinde,

endlich ist es soweit: Wir feiern ab Pfingstsonntag - und dann jeden Sonntag wieder - um 10.00 Uhr gemeinsame Gottesdienste in der Genezarethkirche am Herrfurthplatz.

Diese Gottesdienste werden etwas anders gestaltet sein als bislang gewohnt: Ohne Handschlag am Eingang zur Begrüßung und am Ende zur Verabschiedung, ohne Gesangbuch und gemeinsames Singen, ohne Abendmahl und ohne Kirchenkaffee.

Wir beachten die Abstands- und Hygieneregeln (siehe 8 Regeln) und sitzen zwei Meter voneinander entfernt, kommen einzeln in die Kirche und geben unsere Adresse und Telefonnummer an. Die Nebenräume einschließlich der Toiletten sind gesperrt. Die Toiletten im Cafe Sélig stehen uns zur Verfügung.

Diese Einschränkungen sollen helfen, unsere Gesundheit zu schützen. Gleichzeitig freuen wir uns auf die Begegnungen untereinander: Lassen Sie uns zusammenkommen und miteinander feiern und Gott nahe sein. Lassen Sie uns auf die biblischen Texte hören, auf Verkündigung und inspirierende Orgelmusik!

Gottesdienste jeden Sonntag ab 10.00 Uhr.

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Hoffnung tut der Seele gut! Geistliches Wort von Pfarrerin Radziwill | Sonntag 19. April 2020

„Hoffnung tut der Seele gut!“ so steht es an der Eingangstür der Genezarethkirche und vielen anderen Kirchen unserer Stadt seit Ostern auf großen Transparenten zu lesen.

Hoffnung ist wohl auch das, was wir mit einem der für uns wichtigsten Feste, dem Osterfest, verbinden: Der Tod siegt nicht über das Leben!

Nun haben wir das Osterfest in diesen Tagen so ganz anders feiern müssen als geplant, gewollt und gewünscht. Keine Tischabendmahlfeier am Gründonnerstagabend, kein Abendmahlsgottesdienst mit Kantorei am Karfreitag, kein „Musik und Text“ zur Sterbestunde Jesu, keine Osternächte mit Osterfeuer und Frühstück und keine Familiengottesdienste mit Ostereisuchen.

Und dennoch, die Passions- und Osterzeit 2020 habe ich sehr intensiv erlebt. Zahlreiche Kontakte via Telefon und weiterer digitaler Wege haben uns über unsere Wohn-Orte hinweg in Verbindung gehalten und uns ins Gespräch gebracht, teils mit großer Tiefe und wohltuender Ernsthaftigkeit. Die verschiedenen Fernsehformate mit ökumenischen Gottesdiensten in besonders ausgewählten Berliner Kirchen haben verkündigend Hoffnung und Mut gespendet und die froh machende Evangeliumsbotschaft in unsere Wohnungen gebracht.

Ebenso kam die Kirchenmusik nicht zu kurz: Haben auch Sie die Übertragung von Bachs Johannespassion aus der leeren Thomaskirche zu Leipzig gesehen? Nur wenige Solisten spielten und sangen in moderner Interpretation das Bachsche Werk, mehrere Chöre aus aller Welt - in wahrstem Sinne eine internationale Bachfamilie! - waren an den entsprechenden Chorpartien digital zugeschaltet: Eine Verbindung von realer Präsenz und digitaler Welt, die das Passionsgeschehen in die heutige Zeit hinein eindrücklich vergegenwärtigt.

Viel Neues also in unserem Zusammenleben, aufregend durch digitales Ausprobieren, gleichzeitig spüren wir jedoch: Das kann es nicht gewesen sein! Uns fehlt die persönliche Begegnung mit unseren Mitmenschen, unseren Mitchristen aus der Gemeinde, wir sehnen uns nach Rückkehr zum Leben ohne Kontaktbegrenzungen. Ich sehne mich danach, meinem Gegenüber „real“ in die Augen zu sehen, ich möchte „live“ erleben können, wie er sich freut oder trauert, möchte unmittelbar mit ihm gemeinsam beten, singen und feiern. 

Das alles wird wieder möglich sein - nach einer Strecke des Aushaltens. „Hoffnung tut der Seele gut!“ Die Osterbotschaft ruft uns zu: Der Tod siegt nicht über das Leben! Haltet aus - es kommt eine neue Zeit, schon jetzt in Eurem Leben! Abschied und Aufbruch, Vergangenes und Zukünftiges geschehen auch in dieser Zeit. Die heutigen Erfahrungen werden in neues (Miteinander)Leben münden - auch hier bei uns in Neukölln.

Herzlich grüße ich Sie!

Ihre Pfarrerin Christine Radziwill


Willkommen in Genezareth!

Genezareth - so hieß der See in Galiläa, an dessen Ufern Jesus wirkte, so heißt unsere Kirche im Norden Neuköllns - nach diesem See benannt. Ein Mosaik, das den im See versinkenden Petrus und Jesus als Retter in der Not darstellt, erinnert an diesen Zusammenhang und lädt viele Gäste zu stillem Kerzengebet ein. Steht dieses Bild für Einkehr und Stärkung der eigenen Identität, weist ein zweites Kunstwerk – der „Brennende Dornbusch“ von HAP Grieshaber – auf die Bewegung nach außen – hin zu den Menschen im Wohnquartier, die ganz unterschiedliche Geschichten und Identitäten mitbringen. Dem friedlichen Zusammenleben weiß sich die Gemeinde verpflichtet und leistet mit dem Interkulturellen Zentrum Genezareth ihren Beitrag dazu.

Unsere Kirche:
Genezareth-Kirche
Herrfurthplatz 14, 12049 Berlin

Gemeindesaal:
Schillerpromenade 16-18, 12049 Berlin

Kirchenführer (PDF)


Gottesdienste:
Unsere Gottesdienste finden in der Regel sonntags um 10 Uhr statt. Wir feiern in der Regel ein- bis zweimal im Monat Abendmahl und bleiben meist im Anschluss zum Kirchenkaffee beisammen, zu dem Sie herzlich eingeladen sind!

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Offene Kirche:
Die Kirche ist normalerweise zu folgenden Zeiten geöffnet:
zur Zeit montags bis freitags von 10 bis 16 Uhr
sonntags im Anschluss an den Gottesdienst, der um 9.30 Uhr beginnt


Regionalküsterei:
Anne Waetzmann
Kranoldstraße 16, 12051 Berlin
Sprechstunde: nach Vereinbarung
Telefon: 030 625 30 02
Fax: 030 625 43 11
regionalkuesterei@nordwest-neukoelln.de


Kontaktdaten aller Pfarrer*innen und Mitarbeitenden